Wundmale Christi

  • Wundmale Christi (von griechisch στíγμα stigma ‚Stich‘, ‚Stigma‘, ‚Zeichen‘; lat. für ‚Brandmal‘). Stigmatisation bezeichnet das Auftreten der Wundmale Christi am Körper eines lebenden Menschen auf Füsse, Hände, Seite und Stirn.

    wundmalechristi-1.jpgDie Stigmatisation zeigt, dass die betroffenen Menschen zur engsten Gefolgschaft Jesu gehören. Sie sind nur das Sinnbild der Vereinigung mit dem gekreuzigten Gott und der Teilnahme an seinem Martyrium.
    Diese können sichtbar oder unsichtbar sein und sind mit Schmerzen verbunden. Sie sind therapieresistent, keimfrei und treten meist periodisch zu bestimmten Zeiten auf. Die Wundmale erscheinen von selbst, ohne durch irgend eine äussere Verletzung hervorgerufen zu sein. Es entfliesst ihnen zu bestimmten Zeiten unverdorbenes Blut.
    Das Vorhandensein der Stigmata wird durch so zahlreiche Zeugnisse bewiesen, dass sogar die Ungläubigen nichts gegen sie vorbringen können. Aber sie versuchen, sie natürlich zu erklären. So behaupten sie, manche Medien seien mit wenigen Ausnahmen der Empfindsamkeit begabt, dass man bei ihnen durch Überreizung der Phantasie ein den Wundmalen ähnliches Blutschwitzen bewirken könne. In Wirklichkeit unterscheiden sich die wenigen Ergebnisse durchaus von dem, was bei den Stigmatisierten auffällt. Untersuchungen zeigten, dass durch Hypnose immer wiederkehrende Unterhautblutungen entstehen und nicht heilende Wunden wieder verschwinden können. Die Stigmatisation ist anscheinend verwandt mit dem Blutschwitzen und Blutweinen, bei denen eine natürliche Ursache gesichert scheint. Bei diesen Phänomenen treten allerdings keine offenen Wunden auf, sondern das Blut tritt direkt über die unverletzte Haut aus, so wie es auch bei einigen Stigmatisierten von Blutungen der Stirn- und Kopfhaut berichtet wird.


    Der erste, der bekanntlich die heiligen Wundmale erhielt, war der heilige Franz von Assisi: in einer erhabenen Verzückung auf dem Alvernerberg, am 17. September 1222, sah er einen Seraph, der ihm das Bild des Gekreuzigten entgegen hielt und ihm die heiligen Wundmale einprägte. Bis zu seinem Tode bewahrte er die Stigmata, aus denen rotes Blut floss. Sein Versuch, dieses Wunder geheim zu halten, gelang ihm nur teilweise. Bei seinem Tode, 12. Oktober 1226, wurde es allgemein bekannt.


    Hinweise

    Quelle
    Wikipedia